Kinderwunsch

Eileiterdurchspülung bei unerfülltem Kinderwunsch

Wenn sich bei euch nach mehreren Zyklen einfach kein Nachwuchs einstellen will, kann es unter anderem ratsam sein, die Eileiterdurchgängigkeit in einer Fachklinik oder -praxis überprüfen zu lassen.
Für die Prüfung der Eileiter gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Zum einen kann man es im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) testen lassen. Zum anderen kann man es bei einer Eileiterdurchspülung mit Hilfe von Ultraschall-Kontrastuntersuchung überprüfen lassen.

Was ist eine Eileiterdurchspülung?

Bei der Eileiterdurchspülung mit Hilfe von Ultraschall wird überprüft, ob die Eileiter durchgängig sind. Die Eileiterdurchspülung ist eine unkomplizierte, schnelle und nahezu schmerzfreie Untersuchung. Der Gynäkologe stellt damit sehr einfach fest, ob die Eileiter durchgängig sind und ob die Frau auf natürlichem Weg schwanger werden kann.

Die Eileiterdurchspülung Mittels Ultraschall ist auch unter dem Namen Hysterosalpingosonografie bekannt. Sie dient dazu, die Durchgängigkeit der Eileiter zu überprüfen. Undurchlässige Eileiter sind ein häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. 

Die Eileiterdurchgängigkeit mit Hilfe von Ultraschall-Kontrastuntersuchung überprüfen lassen?

Wer sich ein eigenes Kind wünscht, sollte die Funktion der Eileiter nicht unterschätzen. Auch ich wurde damit konfrontiert. In ihnen findet schließlich die Verschmelzung von Eizelle und Spermium statt. Bedingung dafür, dass die befruchtete Eizelle ihren Weg bis in die Gebärmutterhöhle findet, ist eine optimale Eileiterdurchgängigkeit. Liegt eine Störung vor, beispielsweise aufgrund einer zurückliegenden Chlamydieninfektion oder einer Endometriose, können die feinen Flimmerhärchen das befruchtete Ei nicht zuverlässig transportieren. Die Folge: Gewünschte Schwangerschaften stellen sich nicht ein. Eine Endometriose muss nicht immer bekannt und schmerzhaft verlaufen. Oft bleibt sie jahrelang auch unentdeckt.

Die Eileiterdurchgängigkeit zu überprüfen ist daher einer der wichtigsten Untersuchungen, wenn eine ungewollte Kinderlosigkeit vorliegt. Das sanfte Verfahren ist die Ultraschall-Kontrastuntersuchung (kurz: HyFoSy für Hysterosalpingo- Foam-Sonographie) an. Alternativ kann es auch über eine Bauchspiegelung erfolgen.

Ich habe mich sehr intensiv mit den beiden Methoden beschäftigt und möchte euch hier eine kleine Zusammenfassung geben. Im Anschluss folgt noch ein persönlicher Erfahrungsbericht. Oft liest man bei Google oder in diversen Foren auch viel Unwahrheiten oder gefährliches Halbwissen. Dies hat auch mich sehr verunsichert.

Wie erfolgt eine Ultraschall-Kontrastuntersuchung? 

Bei einer HyFoSy werden die Eileiter mit einer natürlichen Gellösung (Foam, Kontrastmittel) gespült, die mithilfe eines dünnen Katheters in die Gebärmutterhöhle gebracht wird. Dieser Vorgang erfolgt während eines gynäkologischen Ultraschalls. Hierdurch lässt sich der Weg, den die Gellösung nimmt, gut nachvollziehen. Ein etwaiger Eileiterverschluss kann zuverlässig erkannt werden.

Eileiterdurchspülung mit Ultraschall
Eileiterdurchspülung mit Hilfe von Ultraschall-Kontrastuntersuchung (Quelle: ttps://www.kinderwunschzentrum-erlangen.de/eileiterdurchgaengigkeit-ultraschall/)

Das Durchspülen hat zudem einen weiteren positiven Effekt: Eventuelle leichte Verklebungen in den Eilleitern können direkt gelöst werden. Die Eileiterdurchgängigkeit wird wieder hergestellt. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einnistung erhöht sich. Bei einigen Frauen genügt bereits eine Ultraschall-Kontrastuntersuchung, um doch noch auf ganz natürlichem Wege schwanger zu werden.

Statistisch steigt die Schwangerschaftsrate im ersten halben Jahr nach so einem Verfahren. Der psychische Effekt ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Dies war tatsächlich bei mir auch der ausschlaggebende Grund für die Ultraschallprüfung. Einmal den Verdacht der undurchlässigen Eileiter ausgesprochen, bekommt man es nicht mehr so einfach aus dem Kopf – leider.

Eingeschränkte Eileiterdurchgängigkeit per Ultraschall erkannt – was nun?

Und was, wenn sich herausstellt, dass die Eileiterdurchgängigkeit eingeschränkt ist? Keine Sorge: ein solcher Ultraschall-Befund bedeutet nicht, dass du auf dein Wunschkind verzichten musst. Ist nur ein Eileiter beispielsweise betroffen, kann man trotzdem schwanger werden. Es braucht dann leider eben nur etwas mehr Zeit. Falls beide Eileiter nicht durchgängig sein sollten, empfehlen die Ärzte entweder doch noch alternativ eine Bauchspiegelung zu veranlassen oder gleich über eine künstliche Befruchtung mittels IVF nachzudenken. Aufgeben solltet ihr den Wunsch jedenfalls nicht voreilig. Ich weiß, mit welchen negativen Gedanken und Sorgen dieses Zeit behaftet ist. Es erfordert enorm viel Geduld. 🙁

Vorteile der Eileiterdurchspülung

Für Kinderwunschpaare ist es ein sehr unkompliziertes Verfahren. Frau bekommt schnell Gewissheit über die Durchgängigkeit der Eileiter. Die Eileiterdurchspülung wird ohne vorherige Gabe von Medikamenten oder Hormonen durchgeführt. Sie erfolgt einfach im natürlichen Zyklus. Danach hat man sofort die Diagnose und kann die nächsten Schritte planen.

Ist das Ergebnis des Ultraschalls positiv, sind die Eileiter durchgängig. Dann ist der nächste Schritt, weiter nach den Ursachen des nicht erfüllten Kinderwunsch zu suchen. Gegebenenfalls ist eine Hormontherapie oder künstliche Befruchtung angezeigt. Gemeinsam mit dem Paar werden die nächsten Schritte auf Ihrem Weg zum Wunschkind besprochen.

Ergibt die Eileiterdurchspülung, dass ein oder beide Eileiter nicht durchgängig sind, dann sind weitere Tests erforderlich. Die Eileiterdurchspülung per Ultraschall zeigt nur, ob die Eileiter überhaupt durchgängig sind. Eine Aussage über den Grund ist nicht möglich. In manchen Fällen wird dann eine Gebärmutter- und/oder Bauchspiegelung empfohlen. Mit diesen Verfahren kann die genauere Ursache geklärt werden. Dies ist auch empfehlenswert, wenn der Verdacht auf eine Endometriose besteht. 

Quelle Beitragsbild: Blumen Vektor erstellt von freepik – de.freepik.com

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