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Leben mit Kind

Mehr Elterngeld beim zweiten Kind, so gehts!

Updated 30. November 2022

Du planst ein zweites Kind und möchtest wissen, wie du das Ganze finanziell stemmen kannst? Wie du trotz Teilzeit Arbeit oder sogar gänzlich ohne Arbeit zwischen den Kindern trotzdem mehr Elterngeld beim zweiten Kind bekommen kannst? Alle zum Elterngeld Trick fürs zweite Kind erfährst du in meinem Blogbeitrag. 

In der Regel hast du zwei Möglichkeiten, einen kurzen Altersabstand zwischen den Kindern oder, so habe ich es gemacht, mit dem „Selbstständigen Trick“. In meinem umfangreichen Artikel beantworte ich dir alle Fragen zu dem Trick und wie ich es geschafft habe, trotz eines Altersabstandes von 26 Monaten das gleiche Elterngeld für beide Kinder zu bekommen. 

Gleiches Elterngeld bei kurzem Altersabstand

Der Trick ist allseits bekannt und wird oft genannt, wenn es um die Frage geht, wie man sich das gleiche Elterngeld beim zweiten Kind wie für das erste Kind sichern kann. 

Bei einem Altersabstand von 15 Monaten oder weniger, ändert sich die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld nicht und man bekommt das gleiche Geld wie für Kind 1 ausgezahlt plus den Geschwisterbonus. 

Mehr Elterngeld bei geringe Altersabstand

Ganz ehrlich? Das wäre nichts für mich gewesen und wäre mir auch vom Altersabstand viel zu gering und zu stressig gewesen. Zudem heißt es ja auch nicht, dass es unbedingt sofort wieder klappt, selbst wenn man es auf darauf anlegt. So wird aus einem unerfüllten Kinderwunsch auch schnell ein finanzieller Stressfaktor.

Angesichts dessen habe ich mich auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit gemacht und bin bei dem sogenannten „Selbstständigen-Trick“ oder auch „Kleingewerbe-Trick“ gelandet, der es möglich macht, das gleiche Elterngeld beim zweiten Kind zu erhalten.

Gleiches Elterngeld beim zweiten Kind trotz Teilzeit  – Meine Situation

Vor der Geburt war ich in Vollzeit angestellt. Unser erstes Kind kam im August 2019 zur Welt. Nach der Geburt habe ich 9 Monate Basis Elterngeld genommen und dann im Anschluss für 6 Monate in Teilzeit (18 Stunden) parallel zum Elterngeld Plus Bezug gearbeitet. Auch nach dem Elterngeld-Bezug blieb ich bei meiner 18-Stunden Teilzeit-Stelle.

Mehr Elterngeld beim zweiten Kind trotz Teilzeit

Für uns war immer klar, dass wir zwei Kinder haben möchten, also fing ich an, mich näher mit den finanziellen Möglichkeiten beim zweiten Kind auseinanderzusetzen. Eine Freundin brachte mich dann auf den “Trick” mit dem Kleingewerbe und da ich ohnehin immer schon eine Businessidee im Kopf hatte, meldete ich nach dem Elterngeld Bezug im November 2020 ein Kleingewerbe an. 

Unser zweiter Sohn wurde im Oktober 2021 geboren und obwohl zwischen den beiden Kindern so ein Altersabstand von 26 Monaten besteht, bekam ich für unser zweites Kind mein Elterngeld wie für das erste Kind plus den Geschwisterbonus bis zum dritten Geburtstag des ersten Kindes. Tatsächlich war es auch gar nicht so kompliziert, wie ich zu Anfang dachte. Du möchtest das auch? Dann lies weiter, ich verrate dir, wie auch du dir das gleiche Elterngeld trotz Teilzeit fürs zweite Kind sichern kannst. 

Unterschied Elterngeld für Nicht-Selbstständige und (Teil-)Selbstständige

Du fragst dich jetzt sicher, wie das funktionieren kann? Ganz einfach: Die Begründung liegt in dem Umstand, dass die Berechnungsgrundlage fürs Elterngeld bei Selbstständigen oder auch Teilselbständigen mit Kleingewerbe immer ein volles Kalenderjahr ist und nicht wie bei Nicht-Selbstständigen und Arbeitnehmern die 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes. 

Zusätzlich ist es so, dass man ganze Kalenderjahre von der Berechnung ausklammern kann, wenn ein sogenannter Verschiebetatbestand vorliegt. 

Streng genommen ist der „Selbstständigen-Trick“ also gar kein Trick, sondern einfach nur geltendes Gesetz, das man sich zunutze machen kann, um so das gleiche Elterngeld beim zweiten Kind zu erhalten oder sogar mehr mit Geschwisterbonus. 

Was sind sogenannte Ausklammerungs- oder Verschiebetatbestände?

Verschiebetatbestände müssen bei Personen mit ausschließlichem Einkommen aus nicht-selbständiger Arbeit immer berücksichtigt werden. Selbstständige können wiederum frei wählen, ob diese berücksichtigt werden sollen. 

Verschiebetatbestände sind: 

  1. Der Bezug von Elterngeld für ein älteres Kind innerhalb dessen ersten 14 Lebensmonate.
  2. Der Bezug von Mutterschaftsleistungen für das neue oder ältere Kinder.
  3. Zeiten nachweislich schwangerschaftsbedingter Erkrankungen mit Einkommenseinbußen.

Ein weiterer Unterschied zwischen Selbstständigen und Nicht-Selbstständigen ist, dass bei Selbstständigen ganze Kalenderjahre ausgeklammert werden können, wenn ein Ausklammerungs- oder Verschiebetatbestand vorliegt. 

Klingt kompliziert? Ist es nicht, ich zeige es euch einmal an meinem Beispiel für das Elterngeld für unser zweites Kind:

  • Kalenderjahr 2018: Einkommen aus Vollzeit 
  • August 2019: Geburt Kind 1
  • bis November 2020: Elterngeld Bezug Kind 1
  • November 2020: Anmeldung Kleingewerbe & Teilzeitstelle
  • Oktober 2021: Geburt Kind 2

Als Nicht-Selbstständige hätte ich für das zweite Kind Elterngeld aus der Teilzeit Arbeit der 12 Monate vor dem Beginn des Mutterschutzes bekommen, das wäre mehr als die Hälfte weniger als beim ersten Kind gewesen. 

Durch die Tatsache, dass ich mich mit dem Kleingewerbe selbstständig gemacht habe, konnte ich die Berechnungsgrundlage auf das Kalenderjahr 2018 verschieben, in dem ich als Angestellte noch ein Vollzeitgehalt hatte. Zusammen mit dem Geschwisterbonus für Kind 1 hatte ich so sogar noch mehr Elterngeld beim zweiten Kind zur Verfügung als beim ersten Kind. 

Wie verändert man die Berechnungsgrundlage vom Elterngeld fürs zweite Kind? 

Uff, ganz schön viel Input bis hierher, oder? Jetzt wollen wir aber mal konkret werden und herausfinden, wie einfach auch du die Berechnungsgrundlage fürs zweite Kind verändern kannst. Dies funktioniert immer dann, wenn die Kinder zwischen 1,5 und 3 Jahren auseinander sind beziehungsweise bei zwei Jahreswechseln zwischen den Kindern. 

1. Melde ein Kleingewerbe bei deinem zuständigen Ordnungsamt an. 

Nach dem Elterngeld Bezug meldest du ein Kleingewerbe an. In der Regel geht das im Bürgerservice oder Bürgerbüro deiner Stadt oder Gemeinde. Ein Blick auf die Homepage deiner Verwaltung zeigt dir schnell, an wen du dich hierzu am besten wendest. 

2. Erbringe in diesem Kleingewerbe mindestens eine Leistung für eine Privatperson oder ein Unternehmen.

Das ist wichtig, denn nur so ist sichergestellt, dass die zuständige Elterngeldstelle deine Selbstständigkeit auch wirklich anerkennt. Eine Selbstständigkeit, die nur zum Schein angemeldet wird, fällt schnell auf und heimst dir am Ende nur Ärger ein. 

3. Stelle den Elterngeldantrag fürs zweite Kind

Beim Elterngeld Antrag fürs zweite Kind gibst du an, dass du Einkünfte aus selbstständiger Arbeit erzielt hast. Mit einem beigefügten formlosen Schreiben habe ich dann (in Niedersachsen) beantragt, dass die Berechnungsgrundlage aufgrund vorhandener Ausklammerungstatbestände das Kalenderjahr 2018 sein soll. Und es hat geklappt 🙂

Was für ein Kleingewerbe kann ich anmelden?

Wenn ich mit anderen Eltern über diese Möglichkeit spreche, kommt immer wieder die Frage auf, welches Kleingewerbe sie anmelden können. Viele glauben, dass es in ihrem Beruf oder Umfeld keine Möglichkeit gibt. Meine Erfahrung ist jedoch eine andere. Mit ein wenig „Nachdenken“ hat bisher jeder noch eine Möglichkeit gefunden. 

Folgende Möglichkeiten hast du zum Beispiel, vielleicht ist ja auch was für dich dabei 🙂

  • Vertrieb von Produkten über sogenannte Verkaufspartys (Tupperware, ProWin etc.)
  • Verkauf von selbst gemachten Produkten über Plattformen wie Etsy, Ebay oder auf Flohmärkten (saubere Buchhaltung ist wichtig ;))
  • Bloggen (wie ich ;))
  • Aufbau eines Instagram-Kanals mit Einnahmen aus Kooperationen
  • Coaching und Beratung 
  • Sportkurse oder Personal Training Angebote
  • Haushaltsservice für Ältere
  • Reinigungsdienstleistungen
  • Hunde- oder Babysitting-Dienst
  • etc. 
Mehr Elterngeld durch Kleingewerbe unter anderem Verkauf von DIY Produkten

Ich habe etwa unter anderem für diesen Blog ein Kleingewerbe angemeldet. Mit Einnahmen aus kleineren Kooperationen habe ich mir eine Grundlage für die Selbstständigkeit aufgebaut, die auch meine Berechnungsgrundlage für das Geld positiv verändert hat. So hatte ich das gleiche Elterngeld beim zweiten Kind.

Funktioniert der Elterngeld-Trick auch beim dritten Kind?

Die gute Nachricht ist JA! Es funktioniert unter gewissen Voraussetzungen auch bei einem dritten, vierten, fünften Kind … (die Liste ließe sich beliebig fortsetzen ;)). 

Mehr Elterngeld beim dritten Kind dank des Elterngeldtricks

Voraussetzung ist, dass der Altersabstand zwischen den Kindern in der Regel nicht mehr als 3 Jahreswechsel beträgt und/oder immer noch Jahre mit Ausklammerungstatbeständen vorliegen. Nehmen wir noch einmal mein Beispiel 😉 

  • Kalenderjahr 2018: Einkommen aus Vollzeit 
  • August 2019: Geburt Kind 1
  • bis November 2020: Elterngeld Bezug
  • November 2020: Anmeldung Kleingewerbe & Teilzeitstelle
  • Oktober 2021: Geburt Kind 2
  • bis Dezember 2022: Elterngeld Bezug Kind 2
  • Dezember 2023: Bezug Mutterschaftsgeld
  • Februar 2024 Geburt Kind 3

Wie ihr seht, kann ich auch das Kalenderjahr 2023 klammern, und zwar dann, wenn in diesem Jahr auch nur ein Tag ein Ausklammerungstatbestand vorgelegen hat. In dem Beispiel wäre es ein Tag Mutterschaftsgeld Ende Dezember 2023. 

Mein Tipp:
als Selbstständige solltest du dich bei einem schwangerschaftsbedingten Erkrankung immer von deinem Frauenarzt krankschreiben und dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Auch das kann die Berechnungsgrundlage für dein Elterngeld maßgeblich verändern und dafür sorgen, dass du ein ganzes Kalenderjahr klammer kannst. 

Viele Selbstständige (mich eingeschlossen) sehen den Mehrwert einer Krankschreibung oft nicht, aber gerade bei schwangeren Selbstständigen sollte das unbedingt berücksichtigt werden und kann sicherstellen, dass man das gleiche Elterngeld beim zweiten Kind erhält.

Wie ich den Elterngeldantrag fürs zweite Kind gestellt habe.

Wie genau der Antrag auszufüllen ist, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, da die Anträge ebenfalls unterschiedlich sind. In Niedersachsen habe ich bei den Angaben zum Zeitraum VOR Geburt des Kindes sowohl ein Kreuz bei nicht-selbstständiger als auch selbstständiger Arbeit gemacht. Zusätzlich habe ich dem Elterngeldantrag ein Anschreiben beigefügt, in dem ich formlos beantrage, den Bemessungszeitraum aufgrund der vorliegenden Verschiebetatbestände auf das Jahr 2018 (also vor der Geburt meines ersten Sohnes) zu verschieben und das Jahr 2018 als Grundlage zu nehmen. Ich habe dem Elterngeldantrag daher auch nur meine Gehaltsabrechnungen aus 2018 beigefügt.

Elterngeld für Selbstständige

Pausiert deine Selbstständigkeit bzw. dein Kleingewerbe während des Elterngeldbezugs oder nicht? Falls nicht, gibt es ein paar weitere wichtige Punkte zu beachten, damit dir das Einkommen aus der (Teil-) Selbstständigkeit nicht am Ende zum Verhängnis wird und du einen Großteil deines Elterngeldes zurückzahlen musst.

Um hier in keine Elterngeldfalle zu tappen, kann ich dir sehr den Elterngeldkurs für Selbstständige von Stefanie Lehnes ans Herz legen. Ich habe ihn selber absolviert und konnte so sicherstellen, dass es dank einiger toller Tipps zu keinen Nachzahlungen kam!

Fazit zum Elterngeld beim zweiten Kind

Mit einer gewissen Vorbereitung ist es unkompliziert, für das zweite (oder dritte Kind) das gleiche Elterngeld wie für das erste Kind zu erhalten. Auch ich konnte mich so entspannt auf die zweite Elternzeit freuen, ohne befürchten zu müssen, finanzielle Einbußen zu erlangen. Insgesamt konnte ich durch den Trick mehr als doppelt so viel Elterngeld bekommen, als ohne. Ich hatte also tatsächlich mehr Elterngeld beim zweiten Kind.

Du hast Fragen oder möchtest wissen, ob es auch bei dir funktionieren kann? Dann schreibe mir gerne in die Kommentare und wir schauen gemeinsam, wie es bei dir umzusetzen ist 🙂

Häufige Fragen für mehr Elterngeld beim zweiten Kind

Wie lange muss man selbstständig sein?

Die Selbstständigkeit muss zum Zeitpunkt des zweiten Elterngeldantrags bestehen. Ratsam ist es aber, das Kleingewerbe spätestens in der zweiten Schwangerschaft anzumelden und dann auch die ersten Einnahmen zu erzielen. 

Ist der Umsatz beim Elterngeld-Trick entscheidend?

Nein, die Höhe des Umsatzes ist nicht entscheidend für die Anwendung des Elterngeld-Tricks fürs zweite Kind. Theoretisch reicht auch eine Rechnung. Praktisch solltest du aber immer schauen, dass es nicht so aussieht, als sei die Selbstständigkeit nur zum Schein angemeldet. 

Kann ich vor dem zweiten Kind auch nur in Teilzeit oder gar nicht arbeiten? 

Jein, zumindest das Kleingewerbe solltest du betreiben. Zu deiner vorherigen Arbeitsstelle brauchst du aber nicht zwingend zurückkehren. 

Avatar für Annika Über den Autor

Juhu, ich bin Annika, ich bin frische 34 Jahre alt, verheiratet und Mama von zwei wundervollen Söhnen (2019 & 2021), die nach einer langen Kinderwunschzeit ihren Weg zu uns gefunden haben. Während dieser Zeit habe ich mir viel Fachwissen im Bereich der Frauengesundheit angeeignet. Darüber hinaus habe ich Fortbildungen im Bereich Kinderernährung und Kindermotorik absolviert. Das dadurch erworbene Wissen möchte ich gerne in meinem Blog mit euch teilen. Mehr Informationen zu mir findet ihr hier.

28 Kommentare

  • Avatar für Viktoria
    Viktoria
    17. Oktober 2022 um 8:47

    Hallo Annika, danke für deine hilfreichen Tipps. Unser Baby wird voraussichtlich Anfang Januar 23 geboren. Ich möchte so lange wie möglich zu Hause sein und nehme Elterngeldplus. Funktioniert das dann auch? Wann müsste da das zweite Baby geboren und das Kleingewerbe angemeldet werden?

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      17. Oktober 2022 um 8:53

      Hallo Viktoria,
      ja, auch bei Elterngeld Plus funktioniert das. Während Elterngeld Plus Bezugs kannst du das Kleingewerbe theoretisch jederzeit anmelden. Du musst nur darauf achten, dass du dann nicht mehr als 30 Stunden für das Kleingewerbe achtest und die Einnahmen unter der Zuverdienstgrenze liegen, damit dir die Einnahmen nicht auf das Elterngeld Plus angerechnet werden.
      Ausgeklammert werden dürfen 14 Monate Elterngeld. Somit müsste das zweite Kind spätestens Anfang Februar 2026 (ET 11.02.) geboren werden. Bekommst du nämlich nur einen Tag Mutterschaftsgeld in 2025 wird auch dieses Jahr ausgeklammert.
      Lieben Gruß, Annika

      Antwort
  • Avatar für Lisa
    Lisa
    20. Oktober 2022 um 14:02

    Liebe Annika, toller Artikel! Wenn Baby Nr. 1 im November 21 geboren wurde, müsste Nr. 2 dann 2023 geboren werden, richtig? Oder ginge auch noch 2024? Liebe Grüße, Lisa ❤️

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      20. Oktober 2022 um 14:11

      Hallo Lisa,
      entscheidend ist, wie viele Monate du Elterngeld fürs erste Kind beziehst (geklammert werden können 14 Monate). Mal angenommen, du beziehst noch bis mindestens Januar 2023 Elterngeld, dann könnte man auch 2023 klammern. Wenn das passt, müsstest du spätestens Anfang 2025 Nachwuchs kommen, so dass du in 2024 noch einen Jahr Mutterschaftsgeld beziehst, um auch dieses Jahr zu klammern.
      Man muss eigentlich immer nur überlegen, in welchen Jahren auch nur ein Tag ein Ausklammerungstatbestand bestanden hat, damit man das „überspringen“ kann für die Bemessungsgrundlage.
      Lieben Gruß,
      Annika

      Antwort
  • Avatar für Diana
    Diana
    20. Oktober 2022 um 21:06

    Hallo,
    mein erstes Kind kam 09/2020, Elterngeldbezug bis 11/2021, bin jetzt in Teilzeit beschäftigt und Geburtstermin ist 04/2023. Funktioniert der Trick noch?

    Viele Grüße
    Diana

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      21. Oktober 2022 um 7:29

      Hallo Diana,
      in deinem Fall fehlt dir leider ein Ausklammerungstatbestand für 2022, um auch dieses Jahr überspringen zu können für den Bemessungszeitraum. Es sei denn du wirst bis Ende des Jahres aufgrund der Schwangerschaft noch krankgeschrieben und hast dadurch einen Verdienstausfall in deinem Nebengewerbe, dann kannst auch dieses Jahr klammern.
      Viele Grüße,
      Annika

      Antwort
  • Avatar für Lisa
    Lisa
    28. Oktober 2022 um 10:02

    Hallo unser erstes Kind ist im Februar 2020 geboren. Nun haben wir im August 22 ein weiteres Kind bekommen. Meine Gewerbeschein habe ich seit 2016 und habe 2018 jedoch eine Vollzeitstelle im Angestellenverhältniss begonnen und das Gewerbe nicht abgemeldet. Jetzt hatte ich im Jahr 2022 im Rahmen eines zweitägigen Auftrages wieder Einnahmen als Selbstständige generiert. Liege ich richtig, dass bei mir dann ebenfalls das Elterngeld wie beim ersten Kind ausgezahlt werden muss? Und wie ist das ganze genau im Antragsverfahren anzugeben damit der Ausklammerungstatbestand erfüllt werden kann? Überall lese ich vom Elterngeld Trick, jedoch gibt es in keinem Beitrag Erläuterungen welche Felder denn im Antrag entsprechend ausgewählt werden müssen.

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      28. Oktober 2022 um 15:33

      Hallo Lisa,
      ja, in dem Fall liegen ausreichend Verschiebetatbestände vor, dass du den Bemessungszeitraum auf das Kalenderjahr 2018 oder 2019 zurückverschieben könntest (wann genau begann dein Mutterschutz bei Kind 1?).
      2020 MuSch & EG Kind 1
      2021 EG
      2022 MuSch & EG Kind 2
      Wie genau der Antrag auszufüllen ist, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, da die Anträge ebenfalls unterschiedlich sind. In Niedersachsen habe ich bei den Angaben zum Zeitraum VOR Geburt des Kindes sowohl ein Kreuz bei nicht-selbstständiger als auch selbstständiger Arbeit gemacht. Zusätzlich habe ich dem Elterngeldantrag ein Anschreiben beigefügt, in dem ich formlos beantrage, den Bemessungszeitraum aufgrund der vorliegenden Verschiebetatbestände auf das Jahr 2018 (also vor der Geburt meines ersten Sohnes) zu verschieben und das Jahr 2018 als Grundlage zu nehmen. Ich habe dem Elterngeldantrag daher auch nur meine Gehaltsabrechnungen aus 2018 beigefügt.
      Aber guter Hinweis! Das werde ich im Beitrag noch einmal ergänzen. 🙂
      Viele Grüße, Annika

      Antwort
  • Avatar für Sanne
    Sanne
    1. November 2022 um 7:13

    Hallo Annika,
    vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Mein erstes Kind ist im Mai 2021 geboren, mein zweites Kind wird voraussichtlich im Juni 2023 zur Welt kommen.
    Vor der ersten Geburt habe ich VZ gearbeitet, dann habe ich erst Basis-EG und dann EG Plus bezogen bis Anfang Oktober 2022. Ab Dezember werde ich wieder in TZ bei meinem AG einsteigen.
    Wir betreiben als Ehepaar eine PV-Anlage. Als GbR. Solche Einnahmen/Gewinne stellen keine Grundlage zum Ausklammerungstatbestand dar, oder?
    Haushaltsservice für Ältere bzw Babysitting klingen für mich interessant, ist es möglich hier auf befreundete Kinder aufzupassen sofern Rechnung etc gestellt wird?
    Vielen Dank und viele Grüße
    Sanne

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      1. November 2022 um 10:02

      Hallo Sanne,
      die Frage bezüglich der PV Anlage stellst du am besten deiner Elterngeldstelle direkt. Die können dir am sichersten beantworten, ob es als selbstständige Arbeit gilt (und müssen es am Ende ja auch genehmigen).
      Ein Haushaltsservice oder Babysitting für befreundete Kinder ist kein Problem und kann genau so als Kleingewerbe angemeldet werden.
      Viele Grüße,
      Annika
      P.S.: Wenn du eine Rückmeldung von deiner Elterngeldstelle hast, dann gib mir gerne mal Bescheid, dann kann ich die Info hier für alle ergänzen. 🙂

      Antwort
  • Avatar für Iri
    Iri
    6. November 2022 um 21:44

    Hallo Annika,
    also wenn ich es richtig verstanden habe funktioniert der Trick nicht wenn ich beim ersten Kind Elterngeld Basis bezogen habe oder? Mir wurden nur 10 Monate Elterngeld bezahlt. Die ersten zwei Monate Mutterschaftsgeld und dann weitere 10 Monate Elterngeld.
    Geburt Kind 1: September 2021
    September-Oktober Mutterschaftsgeld
    November-August: Elterngeld Basis

    Danke im Voraus für die Info.
    Liebe Grüße

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      7. November 2022 um 20:10

      Hallo Iri,
      um ein Kalenderjahr auszuklammern, ist es irrelevant, ob Basis oder Elterngeld Plus bezogen wurde. In deinem Fall kannst du die Jahre 2021 und 2022 klammern, das zweite Kind sollte den spätestens ET daher am 11.02.2024 haben, dann beziehst du in 2023 noch einen Tag Mutterschaftsgeld und das reicht ebenfalls aus, um auch das Jahr 2023 zu klammern.
      Lieben Gruß, Annika

      Antwort
      • Avatar für Nicole
        Nicole
        7. November 2022 um 23:34

        Hallo Annika,

        in meinem Fall ist es ähnlich.
        Geburt Kind 1: Oktober 2021
        Ich beziehe Elterngeld Basis nur noch bis November 2022. Dies bedeutet auch bei mir spätestens ET am 11.02.2024. Bis wann muss ich spätestens das Kleingewerbe anmelden? Muss dies im Jahr 2022 noch erfolgen?

        Dein Beitrag hat mir bislang schon super weitergeholfen, vielen Dank dafür!
        Liebe Grüße, Nicole

        Antwort
        • Avatar für Annika
          Annika
          8. November 2022 um 7:14

          Hey Nicole,
          um auf Nummer sicher zugehen, würde ich das Kleingewerbe so früh wie möglich anmelden. Theoretisch geht es während des Bezugs von Elterngeld (ohne Einnahmen) oder du machst es danach. Ich würde es wahrscheinlich im Dezember dieses Jahres machen. Beim Elterngeldantrag geht es um das Einkommen 12 Monate vor Geburt. In der Zeit sollte also die Selbstständigkeit bestehen bzw. Einnahmen aus dieser generiert worden sein, damit man das entsprechende Kreuz setzen kann.
          Viele Grüße, Annika

          Antwort
          • Avatar für Helen
            Helen
            29. November 2022 um 13:34

            Hallo Annika,
            dein Artikel hat mir das Ganze schon deutlich mehr veranschaulicht, als alle anderen Seiten. Auch durch deine Kommentarfunktion.

            Trotzdem fühle ich mich noch sehr verunsichert bei dem Thema. Meine Tochter ist im Juli 21 geboren. Basis-Elterngeld habe ich bis Juni 22 erhalten. Ich bin immer noch in Elternzeit – angedacht war bis Mitte 2023. Wenn ich jetzt aber stattdessen den Elterngeld-Trick anwende und ein Kleingewerbe anmelde (und weiter in Elternzwit bleibe), wann wäre dann der späteste ET für mich? Selbständig würde ich mich mit selbstgemachten Karten und Geschenken zur Geburt machen. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann ich diese ja auch an Freunde verkaufen, wenn ich eine Rechnung schreibe und das zählt genauso? Wie sieht es denn dann eigentlich mit Einzahlungen in die Rentenkasse aus?

            Danke dir schon jetzt dafür, dass du mir mein Kopfchaos wieder ordnest 🙂

            Liebe Grüße
            Helen

          • Avatar für Annika
            Annika
            29. November 2022 um 13:48

            Hey Helen, danke für dein liebes Feedback, das freut mich, dass dir der Artikel schon mal ein bisschen weitergeholfen hat.
            Der späteste Entbindungstermin wäre der 11.02.2024, so dass du in 2023 wenigstens noch einen Tag Mutterschaftsgeld beziehst.
            Was du machst, ist für die Elterngeldstelle erstmal nebensächlich, wichtig ist nur, dass es keine Scheinselbstständigkeit ist. Also Rechnungen etc. auch korrekt gestellt werden. Ob du dabei Dienstleistungen an Freunde und Bekannte oder „Fremde“ vermittelst, ist zweitrangig. (Ich arbeite auf dem Dorf, da bin ich mit meinen Kunden in der Regel immer mindestens bekannt… 😀 ) Als Selbstständige ist die Zahlung in die Rentenkasse eine freiwillige Leistung. Ich habe mich dagegen entschieden und sorge lieber privat vor. Lediglich kranken- und sozialversichern muss man sich, wenn man sein Einkommen zu mehr als 50% aus der Selbstständigkeit zieht. Wenn es aber nur en Kleingewerbe ist, bleibst du weiterhin über deinen Arbeitgeber kranken- und sozialversichert.
            Lieben Gruß, Annika

  • Avatar für Luisa
    Luisa
    7. November 2022 um 14:17

    Hallo Annika,
    ein toller Artikel – sehr hilfreich und verständlich geschrieben. 🙂 vielen lieben Dank!
    Ich habe auch eine Frage:
    Mein erstes Kind ist im Mai 2021 geboren, Kind 2 kommt im April 2023. Ich bekomme im Februar 2023 zum letzten Mail Elterngeld Plus. Kann ich dann in diesem Jahr die Selbstständigkeit schon anmelden, auch wenn ich gerade noch Elterngeld bekomme? Ich muss es ja, damit ich die Verschiebung nutzen kann, aber kommt es mir mit dem Elterngeld Plus dann zum Nachteil?
    Danke! 🙂
    Viele liebe Grüße
    Luisa

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      7. November 2022 um 20:11

      Hallo Luisa,
      du kannst die Selbstständigkeit bzw. das Kleingewerbe schon anmelden. Arbeitest du nebenbei oder beziehst du ausschließlich Elterngeld Plus? Während des Elterngeld-Plus Bezugs darfst du ja Einkünfte bis zu einer gewissen Grenze erzielen, ohne, dass diese dir angerechnet werden. Die genaue Summe kann dir deine Elterngeldstelle nennen.
      Viele Grüße,
      Annika

      Antwort
  • Avatar für Julia
    Julia
    20. November 2022 um 14:17

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich habe das Thema Dank deiner ausführlichen Erklärung das Erste mal verstanden 🙂
    Wir haben unseren Sohn im Oktober 2021 bekommen. Ich habe Basis – Elterngeld bis November 2022 erhalten. Ist es also richtig, dass ich ein 2. Kind spätestens Anfang 2024 bekommen sollte, sodass ich in 2023 noch Mutterschaftsleistungen erhalte und 2023 aufgrund der Mutterschaftsleistungen ausklammern kann? 2022 wird ja dann wegen Elterngeldzahlungen und 2021 wegen Mutterschaftsleistungen fürs 1. Kind ausgeklammert. So dass man zur Berechnung des Elterngeldes wieder im Jahr 2020 landet oder? Gibt es noch eine weitere Möglichkeit 2023 ausklammern zu lassen? Vorab vielen Dank 🙂

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      20. November 2022 um 14:24

      Hallo Julia,
      ja genau, du kannst 2023 ausklammern, wenn du etwa einen Tag Mutterschaftsgeld bekommst oder aber ein anderer Verschiebetatbestand vorliegt, wie zum Beispiel eine längere schwangerschaftsbedingte Krankschreibung, die zu Einkommenseinbußen führt.
      Lieben Gruß,
      Annika

      Antwort
  • Avatar für Michelle
    Michelle
    21. November 2022 um 9:44

    Hallo Annika,
    seit langer Zeit der beste Blog den ich gelesen habe.
    Ich habe große finanzielle Sorgen vor der zweiten Elternzeit.
    Meine Konstellation:
    September 2021 Geburt Kind 1
    September-Mitte Januar Mutterschutz
    Mitte Januar 2022 bis Oktober 2022 Basis Elterngeld
    ET Kind 2 voraussichtlich August 2023

    Bis zum Mutterschutz vor Geburt von Kind 1 habe ich Vollzeit gearbeitet. Seit Oktober 2022 gehe ich einer 520€ Beschäftigung nach.
    Aufgrund von schlechter Auftragslage werde ich im Dezember und Januar dort keinen Verdienst erzielen.

    Ist es bei diesem Sachverhalt nötig ein Kleingewerbe anzumelden? Bzw. Sollte ich es im November noch tun?
    Würde ich das Kleingewerbe erst im Februar anmelden, dann hätte ich eine Absicherung falls es zu einer Fehlgeburt (Risikoschwangerschaft) kommen sollte und die Geburt eines zweiten Kindes sich in 2024 verschiebt?

    Wie würdest du vorgehen? Vielen Dank und liebe Grüße
    Michelle

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      21. November 2022 um 15:44

      Hallo Michelle,
      vielen Dank für dein tolles Feedback, das freut mich sehr 🙂
      Auf jeden Fall macht es auch in deinem Fall Sinn, noch in diesem Jahr ein Kleingewerbe anzumelden und erste Einkünfte zu erzielen. Ob du ein Jahr ausklammern kannst, ist unabhängig davon, wann das Kleingewerbe angemeldet wurde. Solltest du nicht im nächsten Jahr Kind 2 bekommen, dann brauchst du einen anderen Grund für einen Verschiebetatbestand im Jahr 2023, zum Beispiel eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung mit Einbußen im Kleingewerbe oder aber den Bezug von Mutterschaftsgeld (mindestens einen Tag in 2023).
      Ich drücke dir die Daumen, dass mit dieser Schwangerschaft alles gut geht 🙂
      Lieben Gruß, Annika

      Antwort
    • Avatar für Verena
      Verena
      27. November 2022 um 20:42

      Hallo Annika,
      Danke für die super Erklärung zum Thema Selbstständigkeit und Elterngeld.
      Ich habe da noch eine Frage zum Thema schwangerschaftsbedingter Erkrankung:
      Wie lang muss ich denn in der Schwangerschaft krank geschrieben werden, dass die Erkrankung als Verschiebetatbestand anerkannt wird? Oder richtet sich das nach den finanziellen Einbußungen, die ich in der Zeit habe?

      Liebe Grüße und vielen Dank

      Antwort
      • Avatar für Annika
        Annika
        28. November 2022 um 11:24

        Hallo Verena, das ist leider nicht abschließend geklärt. Im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz heißt es in §2b, dass die Kalendermonate bzw. bei (Teil-)Selbstständigen die Kalenderjahre nicht in Betracht gezogen werden, in denen durch eine schwangerschaftsbedingte Krankheit ein geringeres Einkommen vorlag. Wie genau das zu interpretieren ist, ist Sache der Elterngeldstelle. Wenn du etwa eine Woche krank warst, in der du eine große Hochzeit als Hochzeitsfotograf hättest fotografieren sollen, wäre das auf jeden Fall ein Verschiebetatbestand, anders sieht es aus, wenn man die finanziellen Einbußen nicht glaubhaft machen kann. Lieben Gruß, Annika

        Antwort
  • Avatar für Vanessa
    Vanessa
    29. November 2022 um 21:46

    Halli Hallo 🙂
    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag !
    Ich bin mir gerade unsicher, ob es auch bei uns funktionieren würde.
    November 2020 -Geburt 1. Kind
    November 2020- Oktober 2022 Elternzeit (Elterngeld Plus)
    Mai 2023 – ET 2.Kind

    Ich habe irgendwo gelesen, dass nur zwei Jahreswechsel dazwischen sein dürfen ?

    Viele liebe Grüße

    Antwort
    • Avatar für Annika
      Annika
      30. November 2022 um 8:06

      Hallo Vanessa, gern geschehen 😉
      In deinem Fall fehlt leider ein Verschiebetatbestand für 2022, oder warst du in diesem Jahr schon schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben, mit Einbußen in der Selbstständigkeit?
      Falls ja, könntest du auch 2022 schieben.
      Das mit den zwei Jahreswechseln ist pauschal nicht mit Ja oder Nein zu beantworten, da das auch maßgeblich von den Geburtsdaten und anderen Umständen abhängt 🙂
      Lieben Gruß,
      Annika

      Antwort
      • Avatar für Vanessa
        Vanessa
        30. November 2022 um 8:52

        Vielen Dank für die schnelle Antwort 🙂
        Ich war leider nicht krankgeschrieben 🙈
        Mir ist heute morgen aufgefallen, dass der 14te Lebensmonat vom ersten Kind bis zum 18.01.2022 ging, ist das auch eine Möglichkeit?

        Antwort
        • Avatar für Annika
          Annika
          30. November 2022 um 10:31

          Hey Vanessa,
          ja! Elterngeldbezug bis zum einschließlich 14. Lebensmonat ist ebenfalls ein Verschiebetatbestand. Dann wird es auch bei dir funktionieren.
          Viele Grüße, Annika

          Antwort

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