Baby Leben mit Kind

11 Tipps zur Eingewöhnung – so gelingt ein entspannter Start

Wenn die Elternzeit vorbei ist, beginnt für viele Kinder die Eingewöhnung in die Kita. Diese Zeit ist nicht nur sehr aufregend für die Kinder, auch für die Mama kann es Stress bedeuten. Ich habe dir 11 Tipps zur Eingewöhnung zusammengestellt, die allen Beteiligten die Eingewöhnung in die Kita erleichtern können. 

Wie unsere Eingewöhnung ablief, lest ihr hier.

11 Tipps zur Eingewöhnung in Kita, Kindergarten, Krippe & Co.

1. Gewöhne dein Kind frühzeitig an andere Personen

Die größte Veränderung für das Kind ist, dass Mama nicht mehr immer da ist. Mein erster Tipp ist daher, gewöhnt euer Kind frühzeitig an die Betreuung durch andere Personen. Eine Möglichkeit könnte zum Beispiel sein, dass Kind zuerst für eine kurze und später längere Zeit bei der Oma oder einer guten Freundin zu lassen. So lernt dein Kind bereits frühzeitig, dass Mama zwar mal weg ist, aber danach auch immer wieder kommt. 

Eingewöhnung Tipps

2. Nehmt euch Zeit für die Eingewöhnung

Oft ist es so, dass die Eingewöhnung nach dem ersten Geburtstag startet und somit parallel zum Ende der Elternzeit. Das ist eine denkbar ungünstige Konstellation, da man nicht die notwendige Ruhe für die Eingewöhnung hat. Ich rate daher jedem, sich für die Eingewöhnung mindestens vier Wochen Zeit zu nehmen und das entsprechend bei dem Wiedereinstieg in den Job zu berücksichtigen. 

Wichtig ist, dass die Eingewöhnung von einer einzigen Person begleitet wird, die auch nicht wechselt während der gesamten Eingewöhnung. In unserer Kita haben auch viele Väter die Eingewöhnung begleitet, gerade wenn die Mama wieder anfangen muss zu arbeiten, kann das eine sehr gute Alternative sein. 

3. Auch die Eltern müssen loslassen wollen

Ein sehr wichtiger, aber auch oft unterschätzter Punkt: Die Eltern müssen selber bereit dazu sein, dass Kind loszulassen. Wenn du dir selber unsicher bist, ob der Zeitpunkt schon der richtige ist, wird auch dein Kind diese Unsicherheit spüren. 

Sei dir also selber zumindest zu 99 % sicher, dass die Eingewöhnung in die Kita jetzt genau richtig ist. 

4. Exklusive Elternzeit schaffen

Gib deinem Kind jeden Tag nach der Kita die Möglichkeit, mindestens 30 Minuten Mama- und/oder Papa-Zeit zu genießen. Sollten schon Geschwisterchen da sein, ist es wichtig, dass diese Elternzeit wirklich exklusiv für das Kind ist. Zieht euch zurück, lest ein schönes Buch, kuschelt ausgiebig. So kann dein Kind die Mama-Akkus (oder auch Papa-Akkus) wieder auftanken. 

5. Ein bisschen Mama und Papa dabei

Ein simpler Trick mit großer Wirkung: Gib deinem Kind eine Kleinigkeit von dir mit, zum Beispiel ein getragenes T-Shirt. Du kannst auch ein bisschen was von deinem Parfüm auf den Ärmel des Kindes sprühen. So kann dein Kind immer, wenn er es benötigt, „heimlich“ ein bisschen Mama riechen und fühlt sich gleich wieder besser. 

6. Hab Vertrauen in dein Kind

Je mehr du deinem Kind zutraust, desto selbstbewusster wird es mit der neuen Situation umgehen. Auch ein Einjähriger kann sich schon durchsetzen und bemerkbar machen. Das habe ich selber festgestellt, als ich unseren Sohn bei der Eingewöhnung begleitet habe und ich war sehr überrascht. 

7. Guter Kontakt zu den Erziehern (ein oft unterschätzter Tipp zur Eingewöhnung)

Versuche ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Erziehern aufzubauen. Das ist enorm wichtig und wird vor allem für dich eine große Erleichterung mit sich bringen. Nur wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind gut in der Einrichtung aufgehoben ist, wirst du auch entspannt mit der ungewohnten Situation umgehen können. Bei allen Fragen und Unsicherheiten sollten die Erzieher immer deine erste Adresse für den Austausch sein. 

8. Bücher zum Kindergartenstart lesen

Um dein Kind auch im Vorfeld schon mit der neuen Situation vertraut zu machen, könnt ihr gemeinsam (Bilder-)Bücher anschauen, die extra für den Kindergartenstart gemacht sind.

Auch während der Eingewöhnung ist es für die Kinder eine schöne Möglichkeit, das Erlebte Revue passieren zu lassen (siehe Tipp 4).

Eine tolle Auswahl an Bücher findest du hier: 

9. Ich-Buch im Kindergarten

In unserer Einrichtung wird für jedes Kindergartenkind zum Start ein ICH-Buch gebastelt. Hierfür sollte ich Bilder von Personen und Dingen mitbringen, die für unseren Sohn von Bedeutung sind. Aus diesen Bildern wurde dann ein ganz persönliches Buch gestaltet, dass die Erzieher zwischendurch oder auch mal zum Trösten mit den Kindern anschauen. 

Falls es in deiner Einrichtung nicht gebastelt wird, kannst du es natürlich auch sehr einfach zu Hause basteln und deinem Kind mitgeben. 

Eine tolle Möglichkeit euer Ich-Buch direkt online zu gestalten findet ihr im Online Shop von Kleine Prints.

10. Nach dem Kindergarten nicht zu viel vornehmen

Dein Kind wird gerade am Anfang sehr kaputt sein nach dem Kindergarten. Die vielen neuen Eindrücke sind sehr anstrengend und müssen erst einmal verarbeitet werden. Ein Grund, warum du dir für die Stunden nach dem Kindergarten nicht zu viel vornehmen solltest. Auch der schnelle Besuch im Supermarkt bedeutet wieder viele Reize. Am besten gehst du daher einkaufen, bevor du das Kind vom Kindergarten ab holst. 

Auch große Spielkreise oder das Treffen mit Freunden im Park solltest du in den ersten Wochen der Eingewöhnung nur sporadisch planen und deinem Kind so die Erholung gönnen, die es nach dem Kindergarten braucht. 

11. und letzter Tipp zur Eingewöhnung: Vermeide andere große Veränderungen während des Kita-Starts

Der Kitastart bedeutet für dein Kind schon die größte Veränderung, die es bisher in seinem Leben erlebt hat. Vermeidet daher möglichst alle Veränderungen am sonstigen Alltag, wie zum Beispiel einen längeren Urlaub oder einen Umzug. Dies sollte frühestens nach sechs bis acht Monate nach der abgeschlossenen Eingewöhnung angegangen werden. 

Fazit meiner Tipps zur Eingewöhnung:

Jedes Kind ist unterschiedlich und hat seinen ganz eigenen Charakter. Die anderen sind schneller eingewöhnt, die anderen brauchen einfach ein bisschen länger. Meine Tipps zur Eingewöhnung sollen dir lediglich ein paar Denkanstöße geben, wie du es deinem Kind erleichtern kann. Ob du am Ende alle oder nur ein paar Tipps beherzigen möchtest, ist selbstverständlich dir überlassen.

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